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Österreichische Bankleitzahlen — das Verzeichnis der OeNB

Österreich sagt ebenfalls Bankleitzahl, doch die österreichische hat fünf Ziffern statt der deutschen acht: Stellen 5–9 einer AT-IBAN. Dahinter steht als Register das SEPA-Zahlungsverkehrs-Verzeichnis der Oesterreichischen Nationalbank — das OeNB-eigene Verzeichnis der österreichischen Zahlungsverkehrsteilnehmer und die Vergabestelle dieser fünf Ziffern.

Es ist zugleich der reichhaltigste Referenzbestand, den wir halten. Wo die deutsche Datei bei PLZ und Ort endet, veröffentlicht die OeNB die vollständige Sitzadresse des Instituts — Straße und Hausnummer inklusive — und seinen LEI, den kein anderes von uns konsultiertes nationales Register führt.

Ein Aufruf

curl -X POST https://api.ibanforge.com/v1/iban/validate \
  -H "Content-Type: application/json" \
  -d '{"iban": "AT611904300234573201"}'
{
  "valid": true,
  "bic": null,
  "bank_code_check": {
    "value": "19043",
    "status": "not_in_register",
    "match": null,
    "register": "Oesterreichische Nationalbank SEPA-Zahlungsverkehrs-Verzeichnis",
    "authoritative": true,
    "as_of": "2026-08"
  }
}

Diese IBAN ist kein Tippfehler. AT61 1904 3002 3457 3201 ist Österreichs offizielle Beispiel-IBAN, jene, die in Tutorials, Testsuites und API-Dokumentationen überall kopiert wird — und ihre Bankleitzahl 19043 ist an niemanden vergeben. Die Struktur ist einwandfrei (valid: true), die Vergabe ist leer (not_in_register), und beide Aussagen stimmen gleichzeitig. Das Muster, quer über die offiziellen Beispiele von vier Ländern, haben wir aufgeschrieben in Die zwei beliebtesten Beispiel-IBANs der Welt zeigen auf Bankcodes, die es nicht gibt.

bic ist aus demselben Grund null: Es gibt kein vergebenes Institut zu benennen, und eines zu raten wäre schlimmer als ein ehrliches null.

Was not_in_register hier bedeutet

authoritative: true ist das Feld, das diesem „Nein" sein Gewicht gibt. Es sagt, dass der konsultierte Referenzbestand jenes Register ist, das österreichische Bankcodes vergibt — ein Fehlen ist also das Urteil der Vergabestelle selbst und keine Lücke in unseren Daten. Überall dort, wo wir auf die zusammengesetzte BIC-Karte zurückfallen, beweist ein Fehlen nichts; hier schon.

Was das OeNB-Register veröffentlicht

Für einen vergebenen Code trägt bank_code_check.institution, was das Verzeichnis führt:

FeldIm österreichischen RegisterAnmerkung
namejadas Institut, wie die OeNB es führt
streetjavollständige Straße und Hausnummer — neben dem Schweizer BankMaster von SIX das einzige Register, das eine veröffentlicht
post_code / townjaSitz
leija, wo vergebender Legal Entity Identifier, direkt aus dem Verzeichnis — nur ausgeliefert, wenn das Register einen führt

Fehlende Felder bleiben null. Nichts hier wird aus einer dritten Quelle angereichert und als Angabe des Registers ausgegeben.

Frische — und eine ehrliche Asymmetrie

Die OeNB veröffentlicht ihr Verzeichnis täglich neu. Wir aktualisieren es monatlich, im selben Zyklus wie die übrigen nationalen Register, und jede Antwort stempelt die gelesene Ausgabe in as_of (oben 2026-08). Ein heute in Wien vergebener Code kann hier also bis zu einen Monat davon entfernt sein, verified zu antworten. Das sagen wir lieber klar, als den Takt der Quelle als unseren auszugeben.

Die ehrlichen Grenzen

  • Wir prüfen den Bankcode, nie das Konto und nie den Inhaber. Ein verified österreichischer Code benennt das Institut, dem der Code gehört — und nichts zur danebenstehenden Kontonummer.
  • Institut, nicht Filiale. Österreichische Bankleitzahlen identifizieren Institute; Filialtiefe ist aus einer IBAN nicht ableitbar.
  • Eine monatliche Momentaufnahme einer täglichen Datei — siehe oben. as_of sagt genau, welche geantwortet hat.
  • Der LEI kommt aus dem Register, nicht von uns. Wo die OeNB keinen veröffentlicht, ist das Feld null statt aus GLEIF nachgefüllt: Was Sie lesen, ist das, was Österreich veröffentlicht hat.

Siehe auch: Was „verified" bedeutet · Datenquellen & Provenienz · IBAN zu BIC · BLZ-Prüfung Deutschland